Flow Factor
Europa lernt gemeinsam. Und KI wird im Alltag nützlich.
Was aus unserem Erasmus+-Projekt bleibt: Lernangebote, Mastermind-Ergebnisse und acht öffentliche Ressourcen. Der europäische Gedanke lebt bei EDIH.li weiter.
Ein Projekt endet mit einem Bericht. Ob es etwas bewirkt, zeigt sich auch daran, was andere danach damit anfangen können.
Am 13. Oktober haben wir MMIND bei den Erasmus Days an der Universität Liechtenstein vorgestellt. Zwischen den Projektpräsentationen ging es um Lernangebote, neue Ideen und die Frage, was Menschen gemeinsam aufbauen können. Für uns war das ein guter Moment, um auf ein Jahr Erasmus+ zurückzublicken und die Ergebnisse für weitere Unternehmen zugänglich zu machen.
In seiner Eröffnung sprach Rektor Dr. Christian Frommelt über Europas Bedeutung und die Möglichkeiten des Austauschs. Den Auftrag von Erasmus+ beschrieb er so:
«Wissen über Europa zu vermitteln, Wissen über Europa zu sammeln.»
Später sagte er:
«Und deshalb bin ich so froh, dass es eben solche Initiativen wie das Erasmus-Plus-Programm gibt».
Diese beiden Gedanken gehören für uns zusammen. Europa wird erfahrbar, wenn Menschen ihre Erfahrungen teilen, miteinander arbeiten und etwas davon in ihren Alltag mitnehmen.

MMIND bei den Erasmus Days, 13. Oktober 2026. Originalfoto aus der Veranstaltung.
Eine gemeinsame Frage über drei Länder hinweg
Unser Ausgangspunkt war eine Erfahrung aus der Arbeit mit kleinen Unternehmen: Viele möchten KI nutzen, haben aber wenig Zeit, sich durch die Möglichkeiten zu arbeiten. Zwischen Tagesgeschäft, neuen Anforderungen und ständig wechselnden Werkzeugen braucht es einen verständlichen Zugang.
Fünf Partner aus Liechtenstein, Österreich und Deutschland haben deshalb ihre Perspektiven verbunden: Hartmut Hübner, Phi Yen Oehri, Zeno John, Julian Thuile und Frank Thiele. Das Erasmus+-Projekt «MMIND – Mastering AI with Training, Tools & Peer Learning» lief von September 2025 bis August 2026.
Wir wollten Erwachsene und KMU befähigen, KI am eigenen Fall zu verstehen und anzuwenden. Dafür haben wir unterschiedliche Zugänge kombiniert. Kurze Lernimpulse erleichterten den Einstieg. In Trainings konnten Teilnehmende ausprobieren. KI-Cafés boten Raum für Fragen und Gespräche. In Strategieformaten und Mastermind-Gruppen wurde aus dem ersten Interesse eine vertiefte Zusammenarbeit.
Gerade dieser Zusammenhang war wichtig: Wer ein Werkzeug kennengelernt hat, konnte die eigene Frage mitbringen. Wer im Gespräch eine Idee entwickelt hat, fand Materialien, um weiterzuarbeiten.
Was aus dem gemeinsamen Lernen entstanden ist
Heute lässt sich das Projekt an konkreten Ergebnissen zeigen. SPARK bietet fünf Lernmodule mit Quiz, Lernfortschritt und einem projektspezifischen Zertifikat. Fünf Toolkits bündeln 15 KI-Assistenten. Die Strategiearbeit ist in zehn Fallstudien dokumentiert.
Zwei Einstiege machen diese Ergebnisse zugänglich: Die Erasmus+-Projektseite auf mmind.ai stellt das Projekt und seine acht öffentlichen Ergebnisbereiche mit PDFs vor. Der Knowledge Hub mmind.space verbindet die Ergebnisse mit Lerninhalten, Werkzeugen und Praxisbeispielen, damit Teams auch nach dem Projekt weiterlernen können.
Bei den vertieften Strategietrainings arbeiteten 44 Erwachsene in elf Veranstaltungen an eigenen Fragen. In Kooperation mit der LMU München entwickelten 18 junge Gründer/innen in fünf Teams Geschäftsmodelle und KI-Prototypen. Sie mussten Zielkunden benennen, Annahmen hinterfragen und ihre Vorhaben verständlich vorstellen.
Die drei Strategiemodule reichten von Strategic Growth Fields (Wachstumsfelder) über AI-driven Innovation (Kreativität) bis zu Prototyping & Rapid Testing (Prototyping). Die KOMPASS-Methodik mit Chancenmosaik unterstützte diese Arbeit. Entscheidend war, dass am Ende ein bearbeitbares Vorhaben stand: ein Nutzenversprechen, eine zu prüfende Annahme oder ein erster Prototyp.
Diese Ergebnisse sind eine Grundlage für weitere Arbeit. Ein Prototyp belegt noch keinen wirtschaftlichen Erfolg. Eine besuchte Veranstaltung sagt noch nicht, ob ein Betrieb KI dauerhaft einsetzt. Was wir zeigen können, sind die Lernprozesse, die erarbeiteten Lösungen und die Unterlagen, mit denen andere weiterarbeiten können.
Mastermind: Was durch wiederholten Austausch möglich wird
Besonders deutlich wurde das in den beiden Mastermind-Gruppen. Zusammen kamen sie auf 13 Treffen. Menschen blieben an einer gemeinsamen Frage, brachten unterschiedliche Erfahrungen ein und reagierten auf die Arbeit der anderen.
Die Gruppe «Zukunft der Arbeit» beschäftigte sich mit dem regionalen Fachkräftebedarf. Daraus entstanden das Geschäftsmodell, das Nutzenversprechen und der Prototyp RheinTalent.li für KI-gestützte Personalvermittlung. Die Gruppe konnte an einer konkreten Idee diskutieren, wie Technologie, regionale Bedürfnisse und eine sinnvolle Vermittlung zusammenpassen.
Die Gruppe «KI & Compliance» ging einem anderen Bedarf nach. Eine explorative Befragung von 32 Compliance-Verantwortlichen floss in ein Whitepaper ein. Es beschreibt priorisierte Anwendungsfelder, Praxisbeispiele und Empfehlungen zur verantwortlichen Gestaltung. Die Befragung eröffnet Einblicke; sie ist keine repräsentative Aussage über die gesamte Branche.
Am 20. August stellten die Gruppen ihre Ergebnisse im KI-Café in Schaan vor. So wurde aus der Arbeit im festen Kreis wieder ein Angebot zum Lernen für andere. Genau darin liegt für uns die Stärke dieses Formats: Ein Gespräch führt zur nächsten Arbeitsfassung, die nächste Arbeitsfassung zu einer besseren Frage.
Der Projekt-Rückblick als Fotofilm
In 44 Sekunden führen Originalfotos und echte Website-Aufnahmen vom gemeinsamen Lernen zu den Ergebnissen. Starte den Fotofilm mit der Play-Taste. Er ist ohne Ton; die Beschriftungen erklären die Stationen.
Der Fotofilm ist eine animierte Montage unveränderter Fotos und echter Website-Aufnahmen, keine Videoaufzeichnung der Veranstaltung.
Acht Ergebnisse, die du weiterverwenden kannst
Auf unserer Erasmus+-Projektseite findest du acht öffentliche Ergebnisbereiche. Die Übersicht führt zu den Beiträgen und PDFs. Der Knowledge Hub mmind.space verbindet sie mit Lerninhalten, Downloads und Praxisbeispielen.
Du kannst je nach Bedarf einsteigen:
- Orientierung: Projektüberblick, Knowledge Hub und SPARK.
- Im Alltag ausprobieren: KI-Toolkits, Marketplace sowie Trainings- und Peer-Learning-Leitfaden.
- Ein Vorhaben entwickeln: Strategie und KOMPASS, RheinTalent-Fallbeispiel, Compliance-Whitepaper und Münchner Startup-Sprint.
Die öffentlich aufbereiteten Projektergebnisse sind kostenlos zugänglich. Persönlicher Lernfortschritt, Zertifikate oder externe Werkzeuge können ein eigenes Konto erfordern. Vorbestehende Methoden und Drittanbieter-Inhalte behalten ihre jeweiligen Rechte. Das betrifft insbesondere die KOMPASS-Methodik von dockyard.ventures.
Es muss nicht das ganze Paket sein. Vielleicht hilft dir zunächst das Whitepaper bei einer Diskussion im Team. Vielleicht passt eine Arbeitsvorlage zu eurer nächsten Strategiesitzung. Ein guter Einstieg beginnt mit der Frage, die euch ohnehin beschäftigt.
Der europäische Gedanke lebt bei EDIH.li weiter
Mit EDIH.li tragen wir diese Haltung in eine neue Zusammenarbeit. Der European Digital Innovation Hub für Liechtenstein, Rheintal und Bodenseeregion verbindet regionale Fachleute mit dem europäischen EDIH-Netzwerk. EDIH 2.0 ist am 1. Oktober 2026 gestartet. Es ist ein eigenes Projekt mit einem eigenen Konsortium und Förderrahmen.
Die neue Landingpage erklärt unser Warum, Wie und Was:
Warum: KI soll auch kleinen Organisationen helfen. KMU und öffentliche Einrichtungen sollen Möglichkeiten nutzen können, für die bislang oft die Ressourcen fehlten.
Wie: Wir hören zu und arbeiten mit Menschen an einer klaren Aufgabe. Teams lernen an ihrer eigenen Arbeit. Regionale Erfahrung und europäische Vernetzung ergänzen sich.
Was: Die Angebote reichen von der Begleitung einer KI-Einführung über Agenten und geschützte Wissenssysteme bis zur Unterstützung von Gründungsteams. Der passende Einstieg richtet sich nach dem Bedarf. Leistungen, Förderfähigkeit und allfällige Eigenanteile werden für das konkrete Vorhaben geklärt.
Erasmus+ hat uns Raum gegeben, Formate zu erproben und miteinander zu lernen. Bei EDIH.li wollen wir diese Erfahrung nutzen, damit aus einem guten ersten Gespräch eine sinnvolle Anwendung im Betrieb werden kann.
Eine Idee für eure nächste Teamsitzung
Nehmt eine wiederkehrende Aufgabe, die euch Zeit oder Nerven kostet. Sucht dazu ein passendes Material aus dem Ergebnispaket. Eine Person probiert den Ansatz mit freigegebenen Informationen aus, eine andere prüft das Ergebnis aus fachlicher Sicht.
Besprecht anschliessend: Was war brauchbar? Was hat gefehlt? Welche Annahme sollten wir als Nächstes testen?
Das ist eine vorgeschlagene Übung für den Einstieg. Sie braucht weder ein neues Grossprojekt noch das Versprechen, dass KI jedes Problem löst. Sie braucht eine gemeinsame Frage und die Bereitschaft, aus dem Versuch zu lernen.
Hier findest du die acht Erasmus+-Ergebnisse für euren nächsten Schritt.
Das Team von MMIND.ai
Fotostrecke: Menschen, Arbeitsstände und Ergebnisse
Die Fotogalerie unten zeigt den Weg vom KI-Café über Trainings und Strategiearbeit bis zu den Erasmus Days. Fotos und Projektscreenshots bleiben unverändert.
Der Comic ist eine KI-generierte, fiktive Illustration.
Quellen und Einordnung
Projektangaben und Ergebnisunterlagen: MMIND Erasmus+-Projektseite und Knowledge Hub. Die Zitate aus Christian Frommelts Eröffnung stammen aus der bereitgestellten Veranstaltungsaufzeichnung vom 13. Oktober; seine Funktion ist auf der Website der Universität Liechtenstein dokumentiert. Ausblick: EDIH.li, geprüft am 15. Oktober 2026.
Die Förderlaufzeit des Erasmus+-Projekts endete am 31. August 2026. Öffentliche Ergebnisaufbereitung und Präsentation im Oktober sind spätere Verbreitungsaktivitäten. EDIH.li wird hier als eigenständiges Vorhaben vorgestellt.
Von der Europäischen Union kofinanziert. Die geäusserten Ansichten und Meinungen sind ausschliesslich diejenigen der Verfasser und spiegeln nicht notwendigerweise die Ansichten der Europäischen Union oder der AIBA wider. Weder die Europäische Union noch die AIBA können dafür verantwortlich gemacht werden. Projekt 2025-1-LI01-KA220-ADU-000357904.
Einblicke
Weiterlernen
Die nächsten MMIND.ai-Termine
22. Oktober 2026
ChatGPT im Büroalltag
Details ansehen →29. Oktober 2026
Microsoft Copilot im Büroalltag
Seminarzentrum Stein Egerta, Parksaal, In der Steinegerta 26, Schaan
Details ansehen →05. November 2026
Beeindruckende Präsentationen und Bilder mit KI erstellen
Seminarzentrum Stein Egerta, Parksaal, In der Steinegerta 26, Schaan
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